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Zugänglichkeit an der Humanwissenschaftlichen Fakultät (Campus Nord an der UzK)

Die Universität zu Köln bemüht sich um ein inklusives Studium, dennoch gibt es noch einige Baustellen im Hinblick auf die Realisierung einer barrierefreien Hochschule. Im Folgenden sind daher Räume aufgelistet die z.B. für gehunfähige Menschen aufgrund von Treppen oder zu kleinen Aufzügen sehr schwierig oder überhaupt nicht zu erreichen sind.

Doch zunächst ein paar Hinweise: Es empfiehlt sich immer, mit den Dozent*innen in Kontakt zu treten und darauf hinzuweisen, dass ein Kurs aufgrund von Barrieren nicht besucht werden kann. Manchmal ist somit ein Raumwechsel noch möglich, allerdings hängt dies auch von verschiedenen Faktoren ab. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass in Veranstaltungen mit hohen Teilnehmer*innenzahlen und/oder in Zeiträumen in denen parallel mehrere Veranstaltungen stattfinden, ein Raumtausch für die Dozent*innen tendenziell schwierig ist. Ebenso besteht die Vermutung, dass auch individuelle Handlungsspielräume hierbei eine Rolle spielen. Die Dozierenden sind jedoch i.d.R. für alternative Lösungen, wie z.B. in Form des Selbststudiums offen, sodass die Studierenden auch ohne physische Präsenz, einen Leistungsnachweis sowohl für die Studienleistung als auch für benotete Modulabschlussprüfungen erbringen können, der sie nicht schlechter stellt. Natürlich ändert dies nichts daran, dass eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildung nicht gewährleistet ist, da Menschen mit Beeinträchtigungen aufgrund baulicher Barrieren vom interaktiven Austausch und Dialog ausgeschlossen werden. Falls das Gefühl der Benachteiligung aufkommen sollte, könnt ihr euch gerne mit uns in Verbindung setzen.

Ein weiterer Punkt ist, dass bei günstigen Begebenheiten ein Raumtausch möglich ist, wenn noch zwei Wochen bevor das alte Semester endet, die Dozierenden informiert werden. Schaut daher zum Semesterende bei KLIPS wann und wo die zu belegenden Veranstaltungen des nächsten Semesters stattfinden. Für Erstsemester ist es leider meist zu spät, da sie erst für die 2. Belegphase freigeschaltet sind und dadurch nicht mehr so viel Zeit bis zum nächsten Semester bleibt. Ein Versuch ist es dennoch wert. Außerdem besteht die Möglichkeit ein Seminar oder auch eine Vorlesung die über zwei Semester geht zu einem späteren Zeitpunkt, ca. 1-2 Semester später zu besuchen. Hierbei sei natürlich persönlich abzuwägen, ob in der Zwischenzeit stattdessen andere Module absolviert werden oder eine Studienzeit-Verlängerung zumutbar ist. Wir können hier aus subjektiver Erfahrung sagen, dass meistens nur die sehr großen Vorlesungen einen bestimmten Hörsaal für sich beanspruchen, wohingegen Veranstaltungen mit Teilnehmer*innenzahlen bis ca. 200 Studierende, in wechselnden Räumen stattfinden. Dies ist wie gesagt etwas, was wir subjektiv beobachten konnten und was insbesondere für Veranstaltungen an der HumF beobachtet wurde, sodass hier kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht.

Nun zu den (problematischen) Räumen bzw. Zugängen:

HF Hauptgebäude 216, (Gronewaldstr.) Hörsaal H123 (Trakt A, 3. Etage).

Der Hörsaal ist nur über mehrere Stufen erreichbar und im Hörsaal sind nochmal Stufen zu überwinden, um in der 1. bzw. untersten Reihe Platz zu nehmen. Falls die Möglichkeit besteht diese Stufen (mit Hilfe) zu überwinden, sei grundsätzliches zur Etagen-Erreichbarkeit des gesamten Trakt A in Geb. 216 zu beachten: Das 2. und 3. Stockwerk sind nur über den sehr kleinen Aufzug mit manueller Türöffnung (relativ leicht) (Aufzug-Größe eher schwierig für E-Rollstühle, aber mit etwas Übung machbar, je nachdem wie sperrig das Hilfsmittel ist), der nur mittels Schlüssel hochfährt, aber automatisch ohne Schlüssel ins Erdgeschoss fährt, erreichbar (bei Bedarf den Schlüssel beim Servicezentrum Inklusion zur langfristigen Ausleihe beantragen; es ist nicht der EURO-Schlüssel). Trakt A im 1. Stock und im Kellergeschoss sind alternativ auch über den schlüssellosen, etwas größeren Aufzug im B-Trakt (nähe Aula / Lesesaal) zu erreichen, der Weg ist dann nur etwas länger zu den Räumen im A Trakt. Trakt C in Gebäude 216 verfügt über einen Aufzug, der sich im Treppenhaus befindet. Der Aufzug ist nicht besonders breit (max. 70 cm) aber wenigstens etwas tiefer/länger als die anderen Aufzüge in Geb. 216.

IBW Gebäude 211 (Herbert-Lewin Str.):

In dem Gebäude selbst ist ein Aufzug vorhanden, relativ kompakt, aber auch für die meisten E-Rollstühle ausreichend, mit akustischer Ansage. Der Seminarraum S100 in Geb. 211 ist zwar im ebenerdigen Erdgeschoss, wenn jedoch die Türe des Raums geöffnet wird, sind erstmal ca. 4 Stufen zu überwinden. Ein Treppengeländer ist vorhanden. Ggf. selbst probieren ob eine mobile Rampe Abhilfe schaffen kann. Es könnte steil werden und der Steigungsgrad würde eigentlich nicht der DIN-Norm entsprechen. Das S.o.S. hat zwar eine Rampe, hierbei wäre zum einen zu klären welche Nutzungsmöglichkeiten bestehen und zum anderen ob es irgendwelche versicherungstechnische Hürden gibt (wegen der Steigung).Gebäude 212 und 906 (beide Herbert-Lewin Str.) sowie Gebäude 214 (Gronewald Str.) sind überwiegend barrierefrei

HF Gebäude 213 (Frangenheimstr.): Über einen seitlichen Außenzugang ist ein Aufzug auffindbar. Die Größe ist relativ angemessen, jedoch ist der Aufzug etwas störanfällig. Bitte erst dann den Aufzug betreten/verlassen, wenn die Aufzugtüre vollständig einrastet. Die Tür ist am meisten störanfällig. Wenn der Aufzug mal stecken bleibt, keine Panik, i.d.R. sind entsprechende Mitarbeiter*innen der UzK vor Ort. Im Aufzug ist ein Telefon mit einer Telefonnummernliste, die die wichtigsten Ansprechpartner*innen beinhaltet. Am besten erstmal bei Gebäude 216 anrufen.

Bauwens Gebäude 210 (Richard-Strauss-Str.):

Das Gebäude bzw. der Haupteingang sind regulär nur über eine Treppe erreichbar. Je nachdem ob Bauteil A oder Bauteil B erreicht werden möchte, bestehen diese alternativen Möglichkeiten:

Bauteil A: Erst durch das Garagenrolltor (es ist nicht immer offen, daher bei Bedarf beim Servicezentrum Inklusion einen Transponder-Chip beantragen; Bearbeitungsdauer ca. 2 Monate, falls kein Transponder vorrätig ist). Nun nach links in die Tiefgarage, dort ist ein Aufzug. Leider ist der Aufzug der kleinste der uns persönlich an der UzK begegnet ist, sodass dieser nur mit einem kleinen, manuellen Rollstuhl nutzbar ist und somit ist Bauteil A für ERollstuhlpflichtige Menschen überhaupt nicht erreichbar.

Bauteil B: Erst durch das Garagenrolltor s.o. Nun nach rechts in die Tiefgarage. Hier ist der Aufzug ein wenig größer, jedoch nur für wenige E-Rollstühle geeignet. Zu beachten ist auch, dass erstmal eine schwere Brandschutztür überwindet werden muss und der Wendekreis vor dem Aufzug nicht besonders groß ist. Am besten vor Ort testen. Hierzu einfach die Hausmeister*innen in 210 anrufen, die sind behilflich und machen mit euch gerne einen Termin zum Zugänglichkeits-Test aus.

Wahrscheinlich ist diese Übersicht nicht vollständig. Falls ihr Ergänzungen zur Lage an der HumF oder auch an anderen Fakultäten habt, freuen wir uns über Rückmeldungen von euch. Oder falls generell weitere Fragen aufkommen sollten, dann könnt ihr euch jederzeit an uns wenden. Das S.o.S. versucht weiterhin ein barrierefreies Studium für alle zu ermöglichen.